Der neue Einzahlungsschein: Einheitsbeleg Schweiz

Der neue Einzahlungsschein mit Datencode (Version Oktober 2016, die finale Version liegt im April 2017 vor)

Aktueller Stand: Projekt neuer Einzahlungsschein

1. Aktualisierung Juni 2016 (Erweiterung QR-Code)
Im Juni 2016 ist die Datenstruktur des QR-Codes nochmals überarbeitet und um rechnungsspezifische Informationen erweitert worden (Kundenbereich mit bis zu 71 Zeichen). Die Detailspezifikationen liegen seit August 2016 in Version 1.0 vor. Diese Aktualisierungsrunde hatte keine Auswirkungen auf das Grundkonzept und die Roadmap des neuen Einzahlungsscheins.

2. Aktualisierung Oktober 2016 (komplette Neuausrichtung)
Im Oktober 2016 sind die bis anhin gültigen Spezifikationen durch den Verwaltungsrat der SIX "zurückgerufen" worden, weil der neue Einzahlungsschein mit Datencode an Grenzen stösst und deshalb nochmals grundsätzlich überarbeitet und erweitert werden soll. Um alle Komponenten für die digitale Zukunft und für kommende regulatorische Anforderungen fit zu machen. Insbesondere Dateninhalte des QR-Codes stehen im Fokus, um für digitale mobile Anwendungen bereit zu sein und auch, um Reserven für die Zukunft zu schaffen. Mit Auswirkungen auf QR-Code, Grösse, Anordnung und Gestaltung des Einzahlungsscheins – oder eben des Bereichs oder Trägers, der den modifizierten und grösseren QR-Code enthält.

Diese Aktualisierungsrunde mit Start im Oktober 2016 und Ende im April 2017 verändert einiges und hat Auswirkungen auf zentrale Bereiche des Teilprojekts "Neuer Einzahlungsschein". Nicht nur in Technologie und Erweiterungen, auch das Erscheinungsbild und das Umfeld des QR-Codes werden sich verändern. 

3. Präzisierung November 2016
Im November 2016 hat SIX präzisiert, dass die Medienmitteilung vom 19. Oktober 2016 vom Markt nicht so verstanden worden sei, wie sie gemeint war. Klare Präzisierung von Seite SIX: der Einzahlungsschein in Version Oktober 2016 werde nicht "nur" überarbeitet, vielmehr durch den QR-Code komplett ersetzt.

Im Gespräch seit November 2016
Die nachgeschobene Ankündigung von SIX, der Einzahlungsschein würde durch den QR-Code komplett ersetzt und abgelöst, hat zu Diskussionen und Konfusionen in der überraschten Branche (Banken und Software-Hersteller) und auch bei Anwendern (Firmen- und Privatkunden) geführt. Zumal in der momentanen Planung der Bereich im unteren Drittel einer Rechnung nach wie vor für das Element der Zahlungsinformationen reserviert bleibt. Konkret für den QR-Code (mit allen Zahlungsinformationen) und auch für Zahlungsangaben in lesbarer Form. Dieses Element stellt sicher, dass Zahlungen digital und für Postkunden weiterhin auch (quasi) analog am Postschalter auf den Weg gebracht werden können. Ob dieses Element in verändertem Design in Zukunft nun als "Neuer Einzahlungsschein" oder "Zahlungs-Element XY" bezeichnet wird, ist nicht der entscheidende Punkt. Wichtig ist, dass dieses Element neue digitale und bisherige analoge Bedürfnisse erfüllt. In diese Richtung geht die Reise. Darüber hinaus sind finale Entscheidungen noch nicht gefallen, in den Arbeitsgruppen sind die Diskussionen mit den wichtigen Stakeholdern im Gange. Da kann sich noch einiges ändern und verbindliche Lösungen kommen erst 2017.

Konkretisierung im April 2017
Die neuen Spezifikationen und Details werden durch SIX bis April 2017 kommuniziert. Roadmap, Einführung und Parallelphase bleiben im Moment unverändert, solange kein neuer Fahrplan vorliegt.

Die folgenden Ausführungen auf dieser Seite beziehen sich auf das Projekt und die Pläne, welche bis im Oktober 2016 Gültigkeit hatten, also vor dem Rückruf durch den VR der SIX. Solange keine neuen Details bekannt sind, können diese Informationen lediglich als provisorische Leitplanken betrachtet werden, die sich bis im April 2017 noch verändern werden.

Provisorische Angaben zum neuen Einheitsbeleg mit Datencode

Stand Oktober 2016: Es wird nur noch einen einzigen und einheitlichen Einzahlungsschein für sämtliche Zahlungsarten in der Schweiz geben, der die bisherigen Einzahlungsscheine ersetzt. Deshalb wird er Einheitsbeleg genannt und voraussichtlich am 1. Juli 2018 eingeführt (Detailfahrplan folgt im April 2017). Innerhalb einer Übergangsphase können parallel alte Einzahlungsscheine weiterhin verwendet werden, nach dem 30. Juni 2020 ist ausschliesslich der neue Einheitsbeleg im Einsatz und wird zum neuen, einzigen Einzahlungsschein.

Der neue Einheitsbeleg arbeitet durchgängig mit der IBAN und einem Datencode (QR-Code), der sämtliche relevanten Zahlungsinformationen enthält. 

Bisherige Spezifikationen: Neuer Einzahlungsschein mit Datencode

Die Spezifikationen, Masse und Gestaltungsmuster sind im Moment nur als Zwischenlösung mit informellem Charakter zu betrachten, weil Struktur und Dateninhalt des QR-Codes nochmals überarbeitet und erweitert werden (Stand Oktober 2016). Verbindliche und finale Spezifikationen sollten bis April 2017 vorliegen.

Der neue Einzahlungsschein (Einheitsbeleg) mit IBAN und Datencode
  • Ein einziger Einzahlungsschein für sämtliche Zahlungsarten
  • Verfügbar in zwei Varianten: mit Referenznummer oder mit Mitteilung
  • Unterstützt die Rechnungsstellung in CHF und in EUR
  • Datencode mit Zahlungsinformationen: Integration eines QR-Codes (statt OCR-B Code) mit allen wichtigen Zahlungsinformationen
  • Datencode mit Rechnungsinformationen: Erweiterter Kundenbereich für rechnungsspezifische Informationen im QR-Code mit 71 Zeichen für Rechnungsdatum, Belegnummer, Auftraggeberreferenz und UID Rechnungsteller
  • Erhöhung der STP-Rate (durchgängige, automatisierte Verarbeitung der Daten)
  • Die Qualität der Daten erhöht sich, die Fehlerquote wird reduziert
  • Auslesen der Zahlungsdaten schneller und sicherer durch Lesegeräte und Smartphones
  • Der Einheitsbeleg kann auch für ausländische Kunden eingesetzt werden, dank durchgängiger Verwendung der IBAN und Unterstützung EUR
  • Produktion: ein einziger Belegrohling genügt, um die Varianten mit Referenznummer oder mit Mitteilung einzusetzen

Weitere Informationen zur Umstellung auf den Einheitsbeleg finden Sie hier.